Die vorliegende „Charta gegen Gewalt“ ist entstanden aus den gesammelten Kerngruppenvorschlägen zum Thema „Was können wir gegen Gewalt tun?“ anlässlich des Gesamttutoriums am 28.4.99.

Wir, die Schüler, Lehrer und Eltern der Ernst-Schering-Schule, sind Mitglieder einer lebendigen und demokratischen Schulgemeinschaft. In unserer Schule soll jeder die Möglichkeit erhalten, sich mit seiner ganzen Persönlichkeit einzubringen und seine Fähigkeiten voll zu entwickeln. Gleichzeitig achten wir aber die Würde und die Ehre anderer wie unsere eigene und sichern deshalb zu, dass bei uns niemand wegen seiner Religion, seiner Hautfarbe, seiner Herkunft, seiner Überzeugungen oder wegen seiner persönlichen Merkmale diskriminiert werden darf. Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass Vorurteile abgebaut werden. In unserer Schule soll niemand Angst haben, von anderen verlacht, verspottet oder Opfer von Gewalt zu werden. Wir werden alles unternehmen, damit in unserer Schule eine Atmosphäre des Vertrauens und der gegenseitigen Achtung herrschen kann.

 

Deshalb verpflichten wir uns zur Einhaltung folgender Regeln:

Wir verzichten auf jede Art von Beleidigung und Provokation untereinander.

 

Wenn wir in einen Streit verwickelt sind, den wir selbst nicht mehr lösen können, werden wir Personen unseres Vertrauens bitten, als Vermittler tätig zu werden, damit der Konflikt nicht gewaltsam endet.

 

Wir bringen keine Waffen zur Schule mit.

Alkohol und andere Drogen haben in der Schule nichts zu suchen; sie enthemmen und machen aggressiv.

 

Wir dulden nicht, dass jemand an unserer Schule erpresst wird.

Als Zeugen von Gewalt werden wir nicht gleichgültig bleiben, sondern nach Möglichkeiten suchen, den Streit gewaltlos zu schlichten.

 

Wenn wir versteckte Gewalt im Schulalltag beobachten, wollen wir den Mut aufbringen, dies öffentlich zu machen, damit wir gemeinsam dagegen vorgehen können.

 

Mitschüler, die andere ausgrenzen, beleidigen, erpressen oder schlagen, können wir solange nicht zu unseren Freunden zählen, bis sie davon ablassen.

 

Wir werden dazu beitragen, dass das Vertrauen unter uns weiter wachsen kann.

 

Um unnötige Konflikte zu vermeiden, wünschen wir während der Unterrichtszeiten keine Besuche von schulfremden Besuchern auf dem Schulgelände (Ausnahmen müssen gesondert geregelt werden).

 

Davon sind wir überzeugt:

Gewalt erzeugt nur weiter Gewalt, ohne ein Problem sinnvoll dauerhaft zu lösen.

 

Wer Gewalt anwendet, zeigt, dass ihm fantasievollere Strategien nicht zur Verfügung stehen.

 

Gewaltverzicht ist kein Ausdruck von Schwäche, sondern eher von ernsthafter Versöhnungsbereitschaft und menschlicher Reife.

 

 

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